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Als ehemaliger Lehrer, Gewerkschafter und Bürgermeister mit kurdischen Wurzeln, verfolgt und ins Exil gezwungen, stelle ich in diesem Buch eine radikale Frage: Warum entsteht Herrschaft immer wieder neu, auch dort, wo Menschen sie stürzen wollten.
Ich verfolge die Geschichte der Menschheit vom Paläolithikum bis in die Gegenwart und zeige: Nicht rohe Gewalt allein, sondern die gesellschaftliche Organisation existenzieller Angst ist der eigentliche Ursprung von Macht.
Von der Geburt des Eigentums über frühe Staaten bis zur globalen Architektur des Finanzkapitals, und schließlich zu einem konkreten Entwurf, wie eine Gesellschaft ohne Herrschaft aussehen könnte. Dieses Buch ist keine akademische Übung.
Es ist das Ergebnis eines gelebten Lebens zwischen Hoffnung, Widerstand und Verlust — und der Versuch, aus dieser Erfahrung eine klare Diagnose zu destillieren.
Zwölf Teile führen durch die Geschichte der Macht: von den herrschaftsfreien Gesellschaften der Vorgeschichte über die Geburt des Eigentums und die ersten Hierarchien, durch das Zeitalter der Imperien und ihrer Religionen, bis zur Moderne, in der Angst nicht mehr durch Schwerter, sondern durch Kredite, Register und Algorithmen verwaltet wird.
Warum scheitern so viele Revolutionen daran, das zu werden, wogegen sie kämpften? Warum verwandelt sich Befreiung so oft in eine neue Form der Herrschaft? Dieses Buch stellt sich dieser unbequemen Frage direkt — ohne Zynismus, aber auch ohne Illusion.
Ein zentrales Kapitel widmet sich der Frage, wie Angst heute konkret organisiert wird — nicht durch offene Gewalt, sondern durch Schulden, Kreditwürdigkeit und die Architektur des globalen Finanzkapitals.
Ich zeige, wie die Wahl einer einzigen Reservewährung nach 1945 die Zinsschuld zu einem globalen Herrschaftsmechanismus machte, und wie diese Logik heute jeden Einzelnen erreicht: in der Sorge um die Miete, in der Angst vor dem nächsten Monatsende, in der stillen Berechnung, was man sich noch leisten kann. Ich zeige auch: Angst
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