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Auf der kleinen, unscheinbaren Oak Island vor der Küste Nova Scotias wurde seit 1795 gegraben – und gegraben – und gegraben. Generationen von Schatzgräbern, Abenteurern und Besessenen haben ihr Geld, ihre Gesundheit und ihr Leben der Frage geopfert, was sich in der Tiefe des berühmten "Money Pit" verbirgt.
Bis heute hat niemand eine endgültige Antwort gefunden. Doch was, wenn die wahre Geschichte gar nicht unter der Erde liegt – sondern in den Menschen, die von ihr angezogen werden? Declan Murchadha nähert sich diesem rätselhaften Ort auf eine völlig neue, literarische Weise.
In sieben meisterhaft erzählten Geschichten entfaltet er das volle Panorama menschlicher Obsession: von den drei Farmerjungen, die 1795 den ersten Spatenstich wagten, bis zu modernen Suchenden, die nicht loslassen können, obwohl sie längst alles verloren haben.
Jede Geschichte ist in sich abgeschlossen und trägt doch zur größeren Erzählung bei – einer Erzählung über Gier, Hoffnung, Täuschung und das verhängnisvolle Versprechen, das ein Loch im Boden abgeben kann. Murchadhas Prosa ist präzise und atmosphärisch dicht, seine Figuren psychologisch überzeugend gezeichnet.
Wer dabei sein wollte, als Daniel McGinnis zum ersten Mal den federnden Boden unter seinen Sohlen spürte, findet hier eine Szene von eindringlicher Unmittelbarkeit. Dieses Buch ist kein Sachbuch, kein Abenteuerroman, kein historischer Reißer – es ist Literatur über das, was Menschen treibt, wenn Vernunft und Leidenschaft aufeinanderprallen.
Für alle, die Oak Island kennen und lieben, eine unverzichtbare Ergänzung. Für alle anderen: ein packender Einstieg in eine der faszinierendsten Legenden der Welt.
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